✩ Wie alles anfing.

An sich habe ich schon immer gern gebacken. Vor allem um die Weihnachtszeit und zu Geburtstagen. So eine Torte, Kuchen oder Plätzchen sind ein schön persönliches Geschenk und man kann sich sicher sein, dass im nächsten Jahr wieder Platz dafür ist ;)

Aber irgendwie war ich nie mit dem Aussehen so richtig glücklich. Der Zuckerguss wollte immer weglaufen und Dekorieren wurde immer zu einer Katastrophe. Gerade deswegen bin ich immer wieder von meinem Weg abgekommen, bis es eine lange Kuchen-Durststrecke gab.

Dann aber kam die Werbung. Zack. Ein Werbespot über "Torten dekorieren". Eine Zeitung, die alles erklärt und die in einem Abo sogar zusätzliche Dinge "verschenkt". Nun gut. Ich hab mich belesen und ja, viele Backkünstler belächeln abschätzend die Zeitung. Für mich als Neueinsteiger und absoluten Newbie ist sie aber eigentlich schön gemacht. Sicher könnten es ein paar mehr Seiten für das Geld sein, aber ich will an dieser Stelle auch keine Werbung dafür machen. Fakt ist, ich wurde in eine Welt eingeführt, die so wundervoll vielseitig ist und mir endlich ermöglicht all die kreativen Dinge in meinem Kopf umzusetzen!

Natürlich muss man sich erst einmal einlesen.
Fondant? Kennt fast keiner. 
Ganache? Noch nie gehört.
Blütenpaste? Das kann man essen?
In Deutschland sieht man hauptsächlich Torten mit Sahne und ja die sind sehr schön, aber nicht ganz das was mir gefällt. Motivtorten haben so ihr ganz eigenes Flair. Da kann man richtig persönlich werden und sogar mit einer Torte witzig sein. Herrlich. Genau das wollte ich schon immer machen!

Da ging es dann los. Ich muss zugeben, dass meine erste Motivtorte eher unhübsch geworden ist, aber ich war so stolz wie Oskar darüber! Wie viel Zeit habe ich geschmiert und begradigt und mich von Blog zu Blog durchgelesen, um einige Anfängerfehler gar nicht erst zu machen. An dieser Stelle 1000 Dank an all die fleißigen Bäckerinnen und dass sie ihr Wissen so offen teilen!!!

Um das Ganze mal anschaulich darzustellen der Rückblick auf meine erste Motivtorte:


Es ging um einen Nusskuchen, der eigentlich nicht richtig glatt war und den ich mit viel zu viel Zartbitter-Ganache bestrichen hatte. Der Schokoladen-Fondant ist für den ersten Versuch gut gelungen, war jedoch nicht weich genug, um ihn einfach aufzulegen. Da musste mir mein Schatz aus der Verzweiflung helfen und kneten, kneten und die Mikrowelle nutzen. Dann kam noch ein Fondant-Würstchen als Abschluss der nicht ganz glatten unteren Kante und schließlich habe ich meinen ersten Versuch mit Blütenpaste und den Schmetterlingsausstechern getätigt und die filigranen Deko-Elemente auf den Kuchen geklebt. Um den Flatterern Leben einzuhauchen, kam noch etwas Zuckerguss als Körper und Fühler oben auf.

Es war ein Traum. Geschmacklich durch zu viel Ganache eher versaut, aber hey...wir wollen doch mal großzügig bleiben beim ersten Versuch!

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