✩ Italien-Urlaub

Um mal von dem Alltag Abstand zu nehmen, sind mein Schatz und ich Ende Juni für eine Woche nach Italien gedüst. Geplant hatten wir den Ausflug schon knapp seit letztem Herbst. Ach was haben wir uns gefreut ^^

Erst einmal ging es daran das Auto mit all den gepackten Sachen einzuladen und Betti bei meiner Oma abzugeben. Nach einem Stau, einer Rast mit Erdbeeren, Ei und Brot und einem erneuten Stau, kamen wir für einen gemütlichen Zwischenstopp zu meiner Tante nach München.
 

Am nächsten Tag dann die lange Tour über die Autobahn in den Süden. München - Tanken - Roter Ferrari - Blauer Ferrari - Rast - Grenzübergang Österreich - Video Maut - Brenner - Rast - Italien - Stau - Tanken - Mautstelle - Volterra. Yay!

Wir sind in eine süße Ferienwohnung in der Vila Felice nahe Volterra gezogen. Ich kannte die Umgebung schon von einem Urlaub mit meinen Eltern. Jetzt wollte ich meinem Schatz alles zeigen. Wahrscheinlich fahren wir auch nochmal hin! Die kleine Wohnung hatte alles was man zum Leben braucht. Samt Küche, Wohnzimmer, Bad und Schlafzimmer. Das Beste war sowieso die Terrasse mit diesem herrlichen Ausblick:


Den ersten richtigen Urlaubstag haben wir mit spätem Frühstück im hauseigenen Restaurant beginnen. Es gab geschmacksarme Weißbrotscheiben, dazu fruchtige Erdbeermarmelade, super leckeren, leicht salzigen Frischkäse, dazu sahnige Butter und Aprikosenküchlein zum Espresso. Danach gab es eine Fotorunde auf der wir Eidechsen gesehen haben und dann ging es an den Pool. Ich habe Flavia de Luce's dritten Fall gelesen und war wie immer sehr gut damit unterhalten. Leider hat die Handhaltung zu zwei weißen runden Flächen auf meinem sonst gebräunten Bauch geführt. Zudem kam die Intensität der Sonne erst gegen Abend durch. Schatz und ich waren Krebse. Zack. Eingecremt und doch flambiert. Blöd gelaufen, aber sowas gehört fast schon zum Urlaub dazu. Zum Abendessen gab es lecker Nudeln (italienische Nudeln schmecken ehrlich anders) mit von der Sonne geküssten Tomaten in der Tomatensoße, verfeinert mit Zwiebeln und Zucchini. Dazu Parmesan, Sonne und Süßes zum Abgang.

  
Der zweite Tag ging nach Volterra. Ja, die Stadt in der der Film zu dem Buch "Biss zum Morgengrauen" gedreht wurde. Aber deswegen waren wir nicht da ^^ Zum Frühstück gab es sahnige Butter, leckeren italienischen Schinken, Salami, Käse und Feigen-Mangel-Konfitüre. Mhm... Nach komplizierter Parkplatzsuche, haben wir dann die Stadt unsicher gemacht. (An alle, die noch nie in Italien waren: Man parkt außerhalb der Städte. Entweder sind die Plätze weit weg aber preiswert, oder im Stundentakt zu bezahlen.) Wir waren eigentlich überall und an manchen Ecken auch mehrmals. Wir haben eine neue Sonnenbrille für mich gekauft, weil mein Schatz meine alte Brille aus Versehen kaputt gemacht hat.

Dazu kamen noch Schmuck, ein Brett und ein bisschen Küchenutensil aus Olivenholz und auch Dinge aus der wundervollen Ressource Alabaster. Natürlich auch Wein für meinen Schatz =)

Und was habe ich da in einer kleinen Gasse gefunden? Einen Laden. Einen Laden mit allerlei Backutensilien. Ausstecher, Fondant, Blütenpaste, Rollstäbe, Prägematten, ganze Themenpakete. Mitten in der Pampa. Wieso gibt es das bei uns in der "Großstadt" nicht?

Zum Abendbrot waren wir in einem Restaurant eingekehrt und haben uns das Menu Touristica erwählt. Als Vorspeise gab es eine kleine Auswahl Salami, Schinken und Käse mit einer leicht scharf-fruchtig, tomatigen Soße und Brokkoli-Pesto. Dazu Weißbrot. Als Hauptspeise gab es Nudeln mit Hackfleisch und Parmesan. Dazu Rotwein und Wasser. Zum krönenden Abschluss kamen italienische Kekse (Cantuccini), die in Weinlikör getränkt und verputzt werden. Dazu dann einen Espresso und alles war wunderbar!


Der dritte Tag hat gleich ordentlich aufgewühlt begonnen. Ich habe die Katze gestreichelt und vergessen mir die Hände zu waschen. Meine Allergie auf Katzenfell hat sich dann meines Auges bemächtigt, das rot wurde. Meine Bindehaut schwoll an, sodass ich nicht mehr nach links gucken konnte. Das war schon beunruhigend. Mittels Kühlpacken hat sich alles beruhigt und es konnte endlich weiter gehen. Das Tagesziel war Siena. Dank meinem verwirrten Navigationssinn (ausgelöst durch das funktionsfreie Auge ;) sind wir aber in Sankt Gimignano gelandet. Auch nicht schlimm. Mein Schatz war sogar richtig begeistert. Die Stadt der vielen Türme hat noch etwas mehr Charme als Volterra! Nach einigem Hin und Her ging es lecker Eis essen und Postkarten schreiben. Das Wetter machte uns kurz einen Strich durch die Rechnung, aber wir sind ja hart im Nehmen und haben die Füße kaputt gespielt. Erst zum Ende ging es an die Mitbringsel wie Wildschweinsalami, Wein und Kräutermischungen.


Am vierten Tag haben meine beiden heilen Augen uns ganz sicher nach Siena gebracht ^^ Aber mal ehrlich. Gewöhnungsbedürftig ist es schon, dass auf den Schildern immer nur die größten Städte vermerkt sind. Nichts da mit der nächsten Stadt auf der Karte.

Wie auch immer...es empfingen uns Gassen mit verschiedenen Fahnen und Lampenfarben, unzählige Straßen, Plätze und viel zu viele Geschäfte. Von so einer großen Stadt lasse ich mich immer etwas einschüchtern. Vor allem der Preis fürs Eis war Bombe. Wir Deutschen sollten uns wirklich weniger beschweren ;)

Dennoch fand sich ein ganz toller Kaffeeladen, eine Tasche (Robin Ruth) für mich, Wein für meinen Schatz, Käse, Käse-Schinken-Muffin und doch noch ein Eis. Abendbrot gab es mit Siena-typischen Pizzen ohne Tomatensoße. Es kamen Wagenräder. Bei mir mit Schinken, Rucola, Büffelmozarella und sonnigen Tomaten. Die Reste durften wir mitnehmen und als Aufmerksamkeit des Hauses gab es noch Eis mit Erdbeersoße. 


Der fünfte Tag begann schon mit den ersten Mängeln. Meinem Schatz fehlte der Kaffeeautomat und mir mein kleiner doofer Hund. Das Frühstück in der Sonne hat aber alles entschädigt. Heutiges Ziel war Poggibonsi. Aber Poggibonsi wollte uns nicht haben. Irgendwie sind wir nicht in die Stadt reingekommen. Die Beschilderung war ein Chaos. Am Ende haben wir aufgegeben und sind einen PennyMarkt angefahren. Ja Penny! Es gab sogar Schwarzbrot mit deutschem Text. Wir kauften noch Wasser, Honig, Eistee, Cantuccini, Zahnpasta und Kaffee. Der zweite Anlauf mit Poggibonsi scheiterte auch, sodass wir nach Cole de Val d'Elsa gefahren sind. Durch das Mittagstief gab es leider nicht viel zu sehen, aber diese kleinen Orte haben es gerade ohne tausend andere Touristen in sich. Natürlich gab es auch hier wieder lecker Eis ^^


Anschließend folgte Monteriggioni. Zwischen den Lavendelbüschen ging es zum Kloster hinauf. Auf dem Marktplatz standen mehrere Künstler. Die einen haben ihre Staffeleien bemalt, die anderen auf ihren Instrumenten gespielt. Herrlich. Wie aus einem Film. Kostproben vom Wein gab es auch noch und dann hat sich mein Schatz für ein paar Flaschen entschieden. Anschließend noch an der Stadtmauer hoch und das Umland erspäht. 


Wieder "daheim" gab es die übrige Pizza vom Vortag und einen Salat mit Eigenkreation aus Öl, Essig und Kräutern. Zum Abgang noch Cantuccini und Weinlikör. Dazu haben wir uns noch die Bilder vom Tag angesehen und uns unter die Decken gekuschelt, weil es doch recht kühl wurde. Leider keine 30 °C-Woche.

Der sechste Tag war für Spätaufsteher mit Wildschweinschinken. Das muss man probieren. Erklären ist einfach nicht möglich! In Volterra haben wir dann nochmal ein bisschen das Urlaubsgeld ausgegeben für einen Holzstößel samt Schale und einem weiteren Armbändchen und Ohrringen. Das Eis haben wir dann im Regen auf dem Rückweg zum Auto genossen. Leider verzogen sich die Wolken nicht, sodass wir nicht mehr in den Pool springen brauchten. Aber wir wussten unsere Zeit auch so zu vertreiben ;)

Zum Abschied sind wir im Restaurant essen gegangen. Mein Schatz hatte lecker Wildschwein-Eintopf mit schwarzen Oliven und für mich gab es vegetarische Lasagne mit Spinat und Olivenöl. Der krönende Abschluss war eine himmlische Pannacotta, die auch keiner von uns hätte teilen wollen.

Der letzte Tag. Das letzte Mal in der italienischen Sonne frühstücken. Dann Aufräumen, Auto einpacken und abfahren. Der letzte Stopp im Restaurant brachte noch Bier, Olivenöl und Honigsüßigkeiten als Mitbringsel ein. Dann das große CIAO. Tanken - Mauteingang - Rast - Regen - Mautausgang - Stau - Unfall mit Krankenwagen - Tankstopp bei 8°C - Regen - oranger Ultima GTR - Video-Maut - Regen - Nicht-Regen - Regen - starker Regen - Nicht-Regen - München ^^

Zu unserer Überraschung war es ein familiärer Besuch mit meinen beiden Tanten, meinem Onkel und meiner kleinen Cousine. Dazu lecker Chili con Carne und Holunderblütenschnaps oder -Sirup mit Wasser.

Der Sonntag startete mit Weißwürsten, Brezen, süßem Senf und Brötchen mit allerlei denkbarem Belag. Nach einem Eintrag ins Gästebuch ging es heim. Mit Stau und Stau irgendwann zu Hause angekommen und dann im Garten meiner Eltern meinen Hund in Empfang genommen. Betti war beleidigt und hatte mich nur mit dem Arsch angesehen...humpelte und war erbärmlich.

Es ging tatsächlich noch zum Tierarzt und Madame hat nun Arthrose...Sie war wohl irgendwie in den Garten gestürmt, gestauchelt und hat dann ihre Arthrose nicht mehr kaschieren können. Besser ist es wohl. Jetzt können wir wenigstens etwas dagegen geben.

Ehrlich. Was soll ich sagen...außer "Fahrt mal hin!"

1 Kommentar:

  1. Das war schööööööön :-)....Super Blog mein Schatz ! Mach weiter so

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