✩ Jena - Fürstenbrunnen

Wenn noch nicht ganz geklärt war wo ich wohne, kommt hiermit die offizielle Auflösung. Es ist das kleine Großstädtchen Jena. An sich will ich gar nicht viel zu meiner Studentenstadt sagen. In diesem Eintrag geht es um die Umgebung Jenas. Wegen des heißen Sommers allen voran der Fürstenbrunnen.

Wer kennt ihn nicht? Alle Kinder aus Jena haben mindestens eine Wanderung zum Fürstenbrunnen hinter sich. Startet man in Lobeda-Ost, folgt erst einmal ein harter Aufstieg in der prallen Sonne. Immer hinauf zur Horizontale auf der einem dann der herrliche Wind entgegen weht und die Schmetterlinge und Grillen einen auf der Wiese begrüßen. Dann folgt man den vorzüglich ausgeschilderten Wanderwegen im kühlenden Schatten, bis es nach einem längeren Abstieg zur Quelle geht.

In Wöllnitz gestartet geht es auch erst einmal steil den Berg hinauf, bis der Wald einen mit den Ausläufern des Quellwassers empfängt. Leise rauscht das Wasser, während man den Aufstieg hinter sich bringt. An einigen Stellen bilden sich Teiche an denen besonders die Kinder gern spielen. Aber auch hier ist das Wasser noch richtig kalt! Nach einigen Informationstafeln findet man schließlich den Fürstenbrunnen. 


Seinen Namen bekam die Quelle wohl laut Geschichtsschreibung vom sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich I., der im September 1552 auf einem seiner Jagdausflüge an dieser Quelle Rast gemacht haben soll. 280 Jahre später hat Freiherr von Ziegesar als damaliger Besitzer des Grund und Bodens die Quelle neu einfassen lassen. Aus dieser Fassung kann man noch heute das Quellwasser schlürfen. Die Bewohner aus Wöllnitz sowie Altlobeda werden mit dem calciumhaltigen Trinkwasser aus der Quelle versorgt. Aufbereitet wird das Wasser nicht, nur desinfiziert. Durch den langen Weg entlang der Kalkstein-schichten beinhaltet das Wasser besonders viele lebenswichtige Mineralstoffe. Daher ist es kaum verwunderlich, dass einige Leute mit leeren Flaschen den Aufstieg auf sich nehmen, um dann mit gefüllten Flaschen wieder nach Hause zu gehen.


Mir reichte die Erfrischung aus dem Quellbereich nicht vollständig aus. Betti dagegen fand es ganz herrlich in dem flachen Wasser zu waten. Da sie als Jagdhund gern mal im Wald verschwindet, hat sie eine grell orange Schleppleine am Halsband. Es sah kunstvoll aus, was sie da mit ihrem Zick-Zack durch das Wasser gezogen hat ^^

Viel lieber als das habe ich mir den See angesehen, der in den vielen Jahren entstanden ist. Zumindest kann ich mich nicht mehr daran erinnern, dass wir als Kinder bis zu einem See und Wasserfall geführt wurden. Vielleicht war aber auch der tuffhaltige Boden zu rutschig, als dass unsere Lehrer dorthin wollten. Achtet darauf, dass eure Füße oder Schuhe nicht zu nass sind, wenn ihr einen Abhang hinunter wollt. Sonst seid ihr schneller unten als gedacht =)

Der See war eine Augenweide! Grün-blau. Tief. Kristallklar. Eiskalt.


Weiter unten findet sich dann der zuvor angesprochene Wasserfall. Ebenso verdammt kalt, aber wir haben uns wirklich getraut! Mein Schatz einige Tage später auch =D

 

Falls ich euch hiermit Lust auf den Fürstenbrunnen gemacht habe, habe ich mein Ziel erreicht. Nur eins zum Abschluss für diesen Post: Geht bitte verantwortungsvoll mit diesem besonderen Stück Natur um.

Danke!

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