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☕ Zwei Versuche, ein Kompromiss

Es ging um eine Torte für meine Mama, die sie zu ihrem Geburtstag mit auf Arbeit nehmen wollte. Es sollte eine Blütentorte wie aus "Torten dekorieren" Ausgabe 2 werden. Mit gefülltem Biskuitkuchen unter hellblauer Buttercreme, auf der viele zarte weiße Blüten aus Eiweißspritzglasur sitzen sollten.

Aber wie immer kam alles anders. Ich nahm mir das Rezept zum Victoria-Biskuit aus Ausgabe 1 hervor und habe es nachgebacken. Aber dieser Biskuit-Teig ist in der Mitte nicht richtig durch gebacken und hatte dann einen matschigen Krater. Also habe ich ihn mit dem Kuchendraht so weit geköpft, bis alles in Ordnung war. Zumindest einmal konnte ich ihn mittig durchschneiden und zwei Hälften bekommen. Damit hatte ich meinen Boden aber so kastriert, dass er nicht ausgereicht hätte.

Deswegen gab es einen zweiten Versuch aber mit einem anderen Biskuit-Rezept. Ich weiß nur leider nicht mehr, welches Rezept ich mir hierfür ausgesucht hatte. Es sah alles wundervoll aus, bis der Teig aus dem Ofen kam und einfach seitlich in sich zusammenfiel. Der erste Boden mit Taille... Was also tun? Ich habe den zweiten Teig mit Hilfe meines Bilderwürfels in einen Würfel geschnitten und ihn dann einmal mittig durchgeschnitten. 


Dann einfach das kleine Quadrat auf den großen Kreis gesetzt. Um die vier Hälften miteinander zu verbinden, gab es ein bisschen Frischkäse zur Versiegelung der Poren und dann Pflaumenmus als Geschmacksträger. Als alles aufeinander sowie auf dem Cakeboard hielt, ging es an die Verschönerung. Getreu meiner Idee habe ich nach Rezept aus Butter, Puderzucker, Wasser, Mandelaroma und Gelfarbe die Buttercreme hergestellt und sie dann vorsichtig auf meinen Teigstapel aufgetragen. Leider ließ es sich nicht glatt streichen, weswegen ich am Ende mit der Teigkarte leicht kleben blieb und die Creme so in kleine feine Zipfel gezogen habe.

Die Eiweißspritzglasur-Blüten zu spritzen ist auf jeden Fall hübsch, aber für mich noch mit viel Übung verbunden. Es sah einfach grausam aus. Alle unterschiedlich groß und vor allem sooo groß, dass sie nicht zart und niedlich wirkten. Ich hab noch nicht einmal Fotos davon gemacht, so frustriert war ich.

Deswegen habe ich meine Ausstecher genommen und viele kleine weiße, sowie orange und rote Blüten aus Blütenpaste geformt. In jede Mitte kam eine kleine gelbe Knusperperle und fertig war das vollkommen schief gelaufene Kunstwerk.


Leider war es insgesamt zu wenig, sodass wohl auf Arbeit nur jeder ein kleines Stück abbekommen hat. Es tut mir leid! Ich bessere mich und übe so lange mit Biskuit weiter, bis ich es auch hinbekomme!

Hier noch der Anschnitt zur Kaffeerunde:

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Geschmacklich war es jedoch recht süß. Da stehen vielleicht dann doch eher die Kiddies drauf. Dann wird es das nächste Mal ein wesentlich einfacherer Kuchen, der es dann mit der Süße der Dekoration aufnehmen kann…